Grußworte der Schirmherren

Minister Dr. Wolfgang Heubisch
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Wissenschaft und Forschung sind Motor der technologischen und damit auch der wirtschaftlichen Entwicklung. Innovationen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken - angefangen von der Dampfmaschine als Ausgangspunkt der Industrialisierung bis hin zur Produktpalette der modernen Informationstechnik wie Mikrochip, Handy oder MP3-Player.

All diese Entwicklungen verdanken wir herausragenden Forschern mit „Ideen für die Zukunft". So lautet auch das Thema der 9. Münchner Wissenschaftstage. Mehr als 50 wissenschaftliche Einrichtungen sowie forschende Unternehmen - u.a. aus den Bereichen Biowissenschaften und -technologie, Informationstechnik, Mechatronik, Raumfahrt, Geowissenschaften, Umwelttechnologie sowie Geistes- und Kommunikationswissenschaften - geben auch in diesem Jahr einen einmaligen Einblick in ihre Arbeit. Die Vielfalt des Angebots reicht dabei von Workshops über Tage der offenen Tür bis zu Vorträgen und Führungen.

Lassen Sie sich von der Faszination der Forschung anstecken und gewinnen Sie einen Eindruck von der Breite und Qualität des Forschungsstandorts Bayern! Besonders für Kinder und Jugendliche bietet das Programm viele Anreize: Sie haben Gelegenheit, sich auf die Wissenschaft einzulassen, Ihr Interesse für einzelne Themenfelder zu entdecken und Perspektiven für zukunftsträchtige und spannende Berufsfelder, speziell auch für Mädchen, zu gewinnen. Für Kinder von 9 bis 14 Jahren finden deshalb eigens zugeschnittene Programme mit dem Titel „Forschungsexpedition in den Alltag" und „Forschen, Fragen, Erfinden" statt.

Den Organisatoren und allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der mitwirkenden Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft danke ich für ihren großen Einsatz. Sie haben die Realisierung der 9. Münchner Wissenschaftstage und die Förderung durch das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst erst ermöglicht.

Oberbürgermeister Christian Ude
Landeshauptstadt München

Die Welt stöhnt unter der Rezession. Doch in der Krise liegen auch Chancen, etwa für Wirtschaftsreformen, Bildungs- und Forschungsinvestitionen, Klimaschutz oder auch die Münchner Wissenschaftstage. So haben die Veranstalter der 9. Münchner Wissenschaftstage aus der Not eine Tugend gemacht und die kostspielige Zeltstadt auf dem Marienhof in diesem Jahr durch ein dezentrales Konzept ersetzt, bei dem Führungen, Vorträge, Tage der offenen Tür und Workshops direkt in den Räumen der beteiligten wissenschaftlichen Institutionen und forschenden Unternehmen stattfinden.

Mehr als 50 hochkarätige Veranstaltungen können so in und um München angeboten werden, die umfangreicher denn je und mit viel lokalem Herzblut gestaltet worden sind. Das Motto für die vier Tage im Juli lautet dabei „Ideen für die Zukunft". Gerade die sind in Zeiten der Krise ja ganz besonders gefragt, und da kann auch der Blick zurück durchaus anregend sein: Vor genau 400 Jahren nämlich hat sich Johannes Kepler mit seiner 1609 erschienenen Arbeit „Astronomia nova" von allen vorgefassten Meinungen und althergebrachten Ansichten frei gemacht und dem Lauf der Welt ganz neue Perspektiven hinzugefügt. Nur 40 Jahre dagegen liegt ein anderer Riesenschritt für die Menschheit zurück, der unseren Blick auf den Globus nachhaltig verändert hat - die erste Mondlandung im Jahr 1969. Diesem Jahrestag ist auch der Abschlussabend der Münchner Wissenschaftstage gewidmet, und die Stadt München hat dafür den Alten Rathaussaal zur Verfügung gestellt - damit die großen Würfe auch den entsprechend großen Rahmen haben.

Sehr gerne habe ich auch 2009 wieder die Schirmherrschaft für die Münchner Wissenschafts-tage übernommen und wünsche der renommierten Veranstaltungsreihe große Aufmerksamkeit und beflügelnde Inspirationen für die Herausforderungen der Gegenwart und viele neue „Ideen für die Zukunft".

 
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