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Abendveranstaltungen im Auditorium der Alten Kongresshalle

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Samstag, 25. November 2017, 19-21 Uhr

Eröffnungsabend der Münchner Wissenschaftstage: Können wir die globale Zukunft planen?


Begrüßung
Dr. Frank Holl, Leiter der Münchner Wissenschaftstage

Grußworte
Georg Eisenreich, Staatssekretär im Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Dr. Wolfgang Heubisch, Stadtrat der Landeshauptstadt München, Staatsminister a. D.

Vortrag von Prof. Dr. Harald Lesch, Institut für Astronomie und Astrophysik an der LMU München und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München

Der Mensch besitzt als einziges Lebewesen die Fähigkeit, Entwicklungen auf längere Sicht zu prognostizieren. Doch wie geht er damit um? Die Herausforderungen der Zukunft sind bekannt: Bevölkerungswachstum in den ärmeren Ländern, Migrationsströme, Klimawandel, Ressourcenverknappung und Energiewende. Sind wir in der Lage, präventiv zu denken oder reagieren wir nur symptomatisch – und dann viel zu spät – auf Katastrophen? Welche Rolle spielen nationale Interessen? Ist das wirtschaftliche Wachstumsmodell obsolet? Ist eine globale Umverteilung des Reichtums möglich? Welche Rolle spielen Wissenschaft, Technik und ethisches Verhalten für die Planung unserer Zukunft?

Anschließend Podiumsgespräch zwischen Prof. Harald Lesch und Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen der Süddeutschen Zeitung

 

 

Sonntag, 26. November 2017, 19-21 Uhr

 

Luftsymposium: Durchatmen oder Luft anhalten?


Seit Jahren werden in deutschen Städten die seit 2010 geltenden Grenzwerte für Stickstoffdioxid überschritten. Etwa 70.000 Bürgerinnen und Bürger hat dies bereits vorzeitig das Leben gekostet. Hauptverursacher ist der motorisierte Straßenverkehr. Dabei steht uns heute eine Vielfalt an Mobilitätsangeboten jenseits des eigenen Autos zur Verfügung – abgasfrei und umweltfreundlich. Die Folgen der Belastung sind wissenschaftlich und medizinisch bestens dokumentiert. Trotzdem werden Maßnahmen durch die Lokal- und Bundespolitik nicht oder nur zögerlich ergriffen, werden weiterhin keine strengeren Auflagen gegenüber der Automobilindustrie ergriffen oder gute Ansätze verwässert.

Wir sprechen mit Vertretern der Wissenschaft und Medizin, welche Auswirkungen die permanente Luftschadstoffbelastung in unseren Städten auf Mensch und Umwelt hat. Wir wollen wissen, wie die heute angebotenen Fahrzeugflotten einzuschätzen sind und welche Rahmenbedingungen die Automobilindustrie auf Spur brächten. Wir diskutieren die Rechte, die uns zur Verfügung stehen, um unsere Gesundheit zu schützen. Vor allem wollen wir aber auch den Blick auf gelungenes bürgerschaftliches Engagement und die Alternativen werfen. Wie können wir aktiv werden? Wie den Verkehr verbessern, verlagern und vermeiden, gleichzeitig aber unsere Mobilität umweltfreundlich erhalten?

Referenten: Christian Döring, Kinderarzt, Köln; Jürgen Resch, Geschäftsführer Deutsche Umwelthilfe; Dr.-Ing. Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik, ADAC e.V.

Veranstalter: Bündnis für saubere Luft in München

 

 

Montag, 27. November 2017, 19-21 Uhr


Faszination Weltall

Die Weltraumforschung steckt voller Zukunftspläne. Je tiefer die Erkenntnisse reichen, desto größer werden die Fragen, die sich daraus ergeben. Woraus der Kosmos wirklich besteht, ist zum Beispiel völlig offen. Dazu sind Teleskope und Sonden in Planung, die völlig neue Einblicke liefern sollen. In der bemannten Raumfahrt soll es zurück zum Mond gehen, außerdem zu Mars und Asteroiden. Alles höchst ehrgeizige und teure Pläne, doch geht es auch ohne Astronauten?

Kurzvorträge und Gespräche:

Die Erforschung des Weltalls
Gibt es Leben im Weltall?
Dr. Markus Kissler-Patig, Advisor to the Director, ESO Garching/ehem. Direktor des Gemini Observatoriums, Hawaii

Woraus besteht das Weltall?
Prof. Dr. Jochen Weller, Universitätssternwarte München

Der tiefe Blick ins Weltall
Prof. Dr. Wolfgang Wild, ALMA Programm Manager und CTA Projektmanager, ESO Garching

Die Eroberung des Weltalls

ESA-Astronaut Prof. Dr. Reinhold Ewald, Institut für Raumfahrtsysteme, Universität Stuttgart 

Moderation: Florian Hildebrand, Bayerischer Rundfunk, Wissenschaftsjournalist

 

 

Dienstag, 28. November 2017, 19-20:30 Uhr


Wohlstand auf Kosten der Entwicklungsländer. Ein unausweichliches Dilemma?


Die westlichen Gesellschaften leben im Wohlstand. Ein Großteil der Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika leidet jedoch unter Armut und unsicheren Lebensverhältnissen. Aber worauf beruht unser Wohlstand? Zu einem beachtlichen Teil lagern wir die sozialen und ökologischen Kosten systematisch aus. Wir beuten Rohstoffe und Menschen im globalen Süden aus ohne einen angemessenen Preis dafür zu bezahlen. Dadurch verhindern wir Entwicklungschancen. Ist ein freier Markt der richtige Weg? Was sind die Gründe für die Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft? Wie lassen sie sich ändern?

Kurzvorträge mit anschließender Podiumsdiskussion:

+ Prof. Dr. Stephan Lessenich, Institut für Soziologie, LMU München, Autor des Buches „Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“

+ Kathrin Hartmann, Journalistin und Autorin des Buches „Aus kontrolliertem Raubbau: Wie Politik und Wirtschaft das Klima anheizen, Natur vernichten und Armut produzieren"

+ Prof. Dr. Gabriel Felbermayr, Leiter des ifo Zentrums für Außenwirtschaft

Moderation: Dr. Marc Beise, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung

 

 

 

 
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