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Abendveranstaltungen im Auditorium der Alten Kongresshalle

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Samstag, 12. November 2016, 19-21 Uhr

Eröffnungsabend der Münchner Wissenschaftstage


Begrüßung
Dr. Frank Holl, Leiter der Münchner Wissenschaftstage

Grußworte
Georg Eisenreich, Staatssekretär im Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

„Feuer, Wasser, Luft und Erde: Wie der Mensch den globalen Tanz der Elemente stört“, Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Joachim Schellnhuber, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

Vor gut 11.000 Jahren tauchte unser Planet aus der letzten Eiszeit auf und trat in eine Phase bemerkenswerter Klimastabilität ein. Dort wurde der Homo sapiens zur erfolgreichsten Art der Erdgeschichte und erschuf später aus der Industriellen Revolution die technische Moderne. Doch dieser Segen kann bald in Fluch umschlagen, wenn auf dem fortgesetzten Wachstumspfad das Weltklima aus den Fugen geraten sollte. Welche Folgen dies hätte und wie der Weg in die kollektive „Selbstverbrennung“ noch vermieden werden könnte, wird der Vortrag aufzeigen.

Anschließend Podiumsgespräch zwischen Prof. Schellnhuber und Dr. Christoph Kucklick, Chefredakteur GEO

 

 

Sonntag, 13. November 2016, 19-20:30 Uhr


Leidenschaft OZEAN


Unter der Wasseroberfläche verbergen sich wahre Wunderwelten und -wesen: Wogende Algenwälder, tiefe Schluchten, riesige Fische über bodenlosem Blau, farbenprächtige Schnecken und singende Wale. Dieses gewaltige Reich zieht uns in seinen Bann, es erscheint uns oft wild und majestätisch, stellt aber in Wirklichkeit ein sehr zerbrechliches Ökosystem dar, das es zu bewahren gilt.

Die Meeresbiologin Dr. Sandra Schöttner von Greenpeace und der Forschungstaucher Uli Kunz haben an zahlreichen abenteuerlichen Expeditionen teilgenommen, um die Welt unter der Wasseroberfläche zu studieren und sie zu beschützen. Sandra widmet sich bei Greenpeace als ausgewiesene Meeresexpertin dem Kampf gegen die zunehmende Verschmutzung der Meere durch Plastik und Schadstoffe. Uli dokumentiert als Fotograf mit preisgekrönten Bildern faszinierende Lebensräume, Tiere und Pflanzen unter Wasser. Zusammen stehen sie bei den Münchner Wissenschaftstagen auf der Bühne und erzählen live von ihrer Leidenschaft für die Ozeane!

Staunen Sie über die winzig kleinen oder gewaltig großen Bewohner der Unterwasserwelt mit ihren fantastischen Farben und Formen! Lernen Sie im Gespräch und beim Vortrag mehr über nachhaltiges Verhalten! Beteiligen Sie sich am Schutz der Ozeane! Erleben Sie eine atemberaubende Tauchfahrt in einem fremden, aber uns doch so nahen Reich unter der Wasseroberfläche, das nur selten Besuch bekommt...

 

 

Montag, 14. November 2016, 19-20 Uhr


WASSER und MEERE: entdecken – nutzen – schützen

Wie kann die wertvolle Lebensressource Wasser zukünftig für uns Menschen genutzt und gleichzeitig bewahrt werden? Forscher und Forscherinnen der Fraunhofer-Gesellschaft e.V. stellen dazu ihre aktuellen Highlight-Projekte vor:

Dünger aus Abwasser: Fraunhofer-Forscher haben eine Anlage bis zur Marktreife entwickelt, mit der sie Dünger aus Abwasser gewinnen. So wird die Wasserbelastung reduziert, und der Dünger kann erneut in den Kreislauf der Landwirtschaft eingebracht werden.

Wassercheck: Wasser ist unsere Lebensgrundlage und sollte stets in höchster Qualität aus dem Wasserhahn kommen. Arzneimittelrückstände, Nitrate aus der Landwirtschaft, Kontamination durch metallene Wasserleitungen in älteren Gebäuden und viele andere Faktoren entwickeln sich aber zu einem ernstzunehmenden Problem. Fraunhofer zeigt Ihnen innovative Techniken zur Analyse unseres Trinkwassers.

Der interaktive Multi-Touchtisch VisAnox: Salzwassereinströmungen aus der Nordsee sind für die Ökologie der Ostsee von großer Bedeutung. Eine komplexe Technik simuliert diese Strömungen und visualisiert die Veränderlichkeit sauerstofffreier Gebiete am Grund der Ostsee.

Im Auftrag der Zukunft: Im Mittelpunkt des Abends steht traditionell die Verleihung des Hugo-Geiger-Preises: Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der Fraunhofer-Gesellschaft werden für ihre anwendungsorientierten Promotionsarbeiten ausgezeichnet. Die Preise – kurzweilig und experimentell präsentiert – überreicht das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

 

 

Dienstag, 15. November 2016, 19-20:30 Uhr


Wasser und Musik


Wasser ist in der Welt der Musik ein oft auftauchendes, unterschiedlich akzentuiertes Thema. Der Abend beleuchtet historische Aspekte von Bekanntem, wie Händels Wassermusik, und diskutiert Fehldeutungen, so etwa der Rheinischen Symphonie von Schumann. Die Symbolik von Wasser spielt dabei eine zentrale Rolle: als politische Aussage in Smetanas Moldau oder als Symbol von Leben, Sehnsucht und Tod bei Schubert. Mit Blick auf andere Kulturkreise kommt der Sinngehalt von Wasser in der Chinesischen Musik der Gu Qin zur Sprache, interdisziplinär wird Musik im Kontext von Therapien mit Wasser thematisiert. In der Zeit des Impressionismus war Wasser eine Quelle klangfarblicher Inspiration, wie für Maurice Ravels Klavierwerk „Jeux d’eau“. Und schließlich findet sich der „Klang von Wasser“ in verschiedensten Praktiken, von der altorientalischen Musiktherapie bis zur Meditationsmusik und Klanghypnose. Letztlich dient Wasser aber auch dazu, Klänge zu erzeugen. Beim japanischen Suikinkutsu ebenso wie bei der Wasserorgel der Salzburger Wasserspiele. Im historischen und ethnologischen Kontext von Wasser und Musik wird die tiefe Bedeutung der Leben spendenden Substanz transparent. 

Schubertlieder ziehen sich als roter Faden durch den Abend. Sopran: Teresa Tièschky. Konzeption, Präsentation und Klavier: Prof. Dr. mult. Wolfgang Mastnak, Hochschule für Musik und Theater, München.

 

 

 
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