3. Münchner Wissenschaftstage "Fäden des Lebens"
München, 16.-20. Juli 2003

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Ministerin Edelgard Bulmahn
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Entdeckung der DNA-Doppelhelix vor 50 Jahren hat die Lebenswissenschaften grundlegend revolutioniert. Mit der Strukturaufklärung der Erbsubstanz öffnete sich das Tor zu neuen Eingriffsmöglichkeiten in das Lebendige. Gentechnik und Biotechnologie begründen heute weltweit neue Wirtschaftskraft und lösen neben Hoffnungen auch Ängste aus.

Verständliche Informationen über lebenswissenschaftliche Forschung und ihre Anwendungsmöglichkeiten in Medizin und Pharmazie, in Landwirtschaft und Ernährung sowie im Umweltschutz sind dringend nötig. Sie sind die Basis für den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik und für politische Entscheidungen.

Ich freue mich, dass der Verband Deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften im Rahmen der Initiative "Wissenschaft im Dialog", nach dem Jahr der Lebenswissenschaften 2001 und dem Jahr der Geowissenschaften 2002 nunmehr im "Jahr der Chemie" zum dritten Mal die Initiative ergriffen hat, den Dialog über die Lebenswissenschaften zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und allen interessierten Menschen zu fördern.

Die 3. Münchner Wissenschaftstage mit dem Titel "Fäden des Lebens - 50 Jahre DNA-Doppelhelix" sind dieses Jahr im Rahmen weltweiter DNA-Jubiläumsfeiern in Deutschland die einzige Großveranstaltung für die breite Öffentlichkeit. Dabei verdeutlichen sie die Früchte interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Naturwissenschaften bis hin zur Informatik auf der einen und den Geisteswissenschaften auf der anderen Seite.

Der Themenbogen wird von der Entdeckungsgeschichte der DNA über die Genomforschung bis zu den aktuellen Forschungen über die Funktion der Gene und ihr Zusammenspiel mit Umweltfaktoren gespannt. Fünf Tage lang bieten sich in Vorträgen, an den "Marktständen der Wissenschaft", in Podiengesprächen und bei der Besichtigung von Firmen und Forschungseinrichtungen auch viele Gelegenheiten zu einer kritischen Diskussion der Anwendungsperspektiven und der ethischen Aspekte.

Ganz besonders freue ich mich über die speziellen Programmteile zur Förderung des Nachwuchses: ein Kinderprogramm, Praktika für Schülerinnen und Schüler und Berufsinformationen für Studienanfänger und Studierende.

Wir müssen die Chancen von Gentechnik und Biotechnologie erkennen und unter Berücksichtigung der möglichen Risiken verantwortungsvoll nutzen. Vor allem müssen wir die neuen Erkenntnisse in der Öffentlichkeit erörtern. Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Biowissenschaften. Ihre Erkenntnisse werden unsere Welt mindestens so sehr verändern wie die Computer es in den letzten Jahrzehnten bereits getan haben.

Den 3. Münchner Wissenschaftstagen wünsche ich viel Erfolg.



Edelgard Bulmahn
Bundesministerin für Bildung und Forschung

Staatsminister Hans Zehetmair
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Die Entdeckung der Doppelhelix ist ein Beispiel dafür, wie Forschungsergebnisse ganze Wissenschaftszweige beeinflussen und die Entwicklung neuartiger Technologien und Verfahren ermöglichen, aber auch die Grundlagen unseres eigenen Lebens beleuchten.
Die Münchner Wissenschaftstage haben es sich zur Aufgabe gemacht, hier eine Brücke zu schlagen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Sie vermitteln uns auf fundierte und einfallsreiche Art einen Einblick in das breite wissenschaftliche Spektrum Bayerns von der Erforschung der Grundlagen bis zur Entwicklung neuer Technologien und ihrer Anwendungen.

Der Schritt in die Öffentlichkeit konfrontiert die Wissenschaft mit der Herausforderung, komplexe Forschungsthemen in allgemein verständlicher Weise darzustellen. Zugleich wird der Wissenschaftler seine Arbeit durch interessierte Bürger möglicherweise auf andere Weise hinterfragt sehen als durch Fachkollegen. Der Gewinn dieses Dialogs besteht für die Wissenschaft darin, dass eine informierte und interessierte Öffentlichkeit Bedeutung und Tragweite von Forschungsergebnissen zu erkennen und zu schätzen vermag.
Für Bürgerinnen und Bürger erschließen diese "Informationen aus erster Hand" unbekannte Zusammenhänge, füllen Schlagworte aus den Medien mit einem lebendigen Hintergrund und erlauben es, uns ein eigenes Bild von Forschungsergebnissen, ihren Anwendungsmöglichkeiten und Folgen zu machen.

Solche Begegnungen schaffen die Grundlage für einen verantwortlichen Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Darüber hinaus aber kann durch Veranstaltungen wie den Münchner Wissenschaftstagen der Funke der Begeisterung, der den Wissenschaftler in seiner Arbeit antreibt, auch auf ein breites Publikum überspringen und für die Faszination der Wis-senschaft einnehmen.

Dem Verband Deutscher Biologen, den kooperierenden Münchner Hochschulen und allen beteiligten Wissenschaftlern danke ich für ihr großes Engagement, das ein so eindrucksvolles Programmangebot hervorgebracht hat. Allen Besucherinnen und Besuchern der Münchner Wissenschaftstage wünsche ich eine ebenso informative wie anregende Begegnung mit den "Fäden des Lebens".

München, im März 2003


Hans Zehetmair
Bayerischer Staatsminister
für Wissenschaft, Forschung und Kunst


Oberbürgermeister Christian Ude
Landeshauptstadt München

Zum 3. Mal finden heuer die Münchner Wissenschaftstage statt, und aus gegebenem Anlass wird dabei an ein Ereignis erinnert, das eine geradezu revolutionäre Entwicklung der Biowissenschaften und ihrer Anwendungsmöglichkeiten in Gang gesetzt hat: Vor 50 Jahren entdeckten die Biochemiker James Watson und Francis Crick mit der DNA- Doppelhelix nichts Geringeres als die Struktur der Erbsubstanz, die "Fäden des Lebens". Es war eine wissenschaftliche Glanzleistung, die 1962 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, deren weitreichende Konsequenzen inzwischen aber nicht mehr nur ungeteilte Begeisterung, sondern zunehmend auch Sorge und Unbehagen hervorrufen.

Immer mehr stellt sich die Frage, was noch erlaubt sein soll und was nicht, wo die ethische Verantwortbarkeit des Machbaren endet und wo der Missbrauch beginnt, wo die neuen biotechnologischen Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin, Pharmazie, Landwirtschaft, Ernährung und Umwelttechnik Nutzen und Fortschritt bringen und ab wann sie zum unkalkulierbaren Risiko werden.
Antworten auf diese Fragen kann nicht allein die Wissenschaft geben, aber sie kann und soll einen Beitrag zur fundierten Information und Aufklärung leisten. Die Münchner Wissenschaftstage, bei denen "fünf spannende Tage Wissenschaft für alle" auf dem Programm stehen, sind dafür das beste Beispiel. Gerne beteiligt sich auch die Stadt wieder mit eigenen Beiträgen daran. Und gerne habe ich deshalb zusammen mit Frau Bundesministerin Edelgard Bulmahn und Herrn Staatsminister Hans Zehetmair auch diesmal wieder die Schirmherrschaft übernommen.


Die Landeshauptstadt München als führender Biotechnologiestandort hat selber ja das
größte Interesse daran, dass die Bürgerinnen und Bürger den Biowissenschaften nicht mit dumpfer Abneigung, aber auch nicht mit blindem Glauben, sondern mit wachem Interesse und kritischer Aufgeschlossenheit begegnen. Schon von daher wünsche ich den 3. Münchner Wissenschaftstagen einen vollen Erfolg, sage den Veranstaltern, Sponsoren und beteiligten Wissenschaftlern meinen herzlichen Dank und wünsche den Besucherinnen und Besuchern interessante und aufschlussreiche Einblicke in die Welt der Biowissenschaften.


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