. .

Grußworte der Schirmherren

Dr. Ludwig Spaenle
Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst


Die Münchner Wissenschaftstage sind inzwischen zu einer festen Institution im Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt geworden und finden heuer bereits zum 16. Mal statt. Auch in diesem Jahr nehmen sie unter dem Motto „Wasser – Ressource unseres Lebens“ ein aktuelles und facettenreiches Thema in den Fokus, um es aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Wie wichtig, aber auch wie gefährdet die knappe Ressource Wasser als Lebensgrundlage unter anderem für unsere Gesunderhaltung oder unser Klima ist, werden zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dem Publikum an Informationsständen, in Vorträgen oder Workshops näherbringen. Die Wissenschaftstage eignen sich somit hervorragend, um den eigenen Horizont zu erweitern und in direkten Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu treten.

Damit bilden die Münchner Wissenschaftstage nicht nur ein Schaufenster für die vielfältige Forschungslandschaft in Bayern und Deutschland, sondern darüber hinaus eine Plattform, aktuelle wissenschaftliche Themen einem breiten Publikum in verständlicher Form zu präsentieren. Deshalb habe ich auch in diesem Jahr wieder gerne die Schirmherrschaft für diese wertvolle Veranstaltung übernommen.

Den Organisatoren sowie allen Mitwirkenden aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen danke ich herzlich für das Engagement und den weiteren Sponsoren für ihre wichtige Unterstützung. Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich erkenntnisreiche Tage und spannende Einblicke in die faszinierende Welt der Wissenschaft.



Dieter Reiter
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München


Das diesjährige Thema der Münchner Wissenschaftstage „Wasser – Ressource des Lebens“ geht uns alle an. Denn Wasser ist Grundlage allen Lebens. Meere, Seen, Flüsse und Feuchtgebiete sind Lebensraum einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren und wichtige Bestandteile des Naturhaushalts. Wir nutzen Wasser als Energiequelle, als Transportweg, für die Freizeitgestaltung und für unsere tägliche Hygiene. Vor allem ist Wasser aber auch unser wichtigstes Lebensmittel.

Allein in München beträgt der Wasserverbrauch etwa 128 Liter pro Tag und Person. Um den Bedarf von über 1,5 Millionen Menschen ökologisch verantwortungsbewusst zu decken, haben die Stadt und die Stadtwerke München im Laufe der Jahrzehnte drei Versorgungsgebiete im Voralpenland erschlossen, in denen das Trinkwasser für München gewonnen wird. Von dort liefern es unsere Stadtwerke quellfrisch direkt an die Haushalte und Kunden in München, rund 300 Millionen Liter täglich.

Das Münchner Trinkwässer hat Spitzenqualität. Es ist sogar eines der besten Trinkwasser in Europa. Um diese hervorragende Qualität auch für die nachfolgenden Generationen zu sichern, unternehmen unsere Stadtwerke große Anstrengungen. Sie fördern beispielsweise gezielt den ökologischen Landbau und weitere Wasserschutzmaßnahmen in den Quellgebieten. Und sie investieren jedes Jahr Millionenbeträge in die Instandsetzung und Modernisierung des Leitungsnetzes.

Nur in kommunaler Hand bleiben die Versorgung mit gesundem Trinkwasser, regelmäßige Qualitätskontrollen, Investitionen in das Leitungssystem, Gewässerschutz für die Isar und auch die Ökolandwirtschaft in den Wassergewinnungsgebieten gewährleistet. Deshalb wird es in München keine Privatisierung der Wasserversorgung geben.

Gerade auch publikumswirksame Veranstaltungen wie die 16. Münchner Wissenschaftstage können viel dazu beitragen, das Bewusstsein für eine schonende Nutzung und einen nachhaltigen Schutz der Ressource Wasser weiter zu schärfen. Auch als Schirmherr danke ich daher den Organisatoren sehr herzlich und wünsche den Münchner Wissenschaftstagen 2016 eine große Resonanz.



Dr. Heinrich Bottermann
Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt


Das Wasser auf der Erde ist die Essenz des Lebens. Flüsse, Seen und Meere sind Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere und damit eine bedeutende Grundlage für den Erhalt der Biodiversität. Die Gewässer-Ökosysteme stellen wichtige Leistungen für den Menschen zur Verfügung, indem sie Trinkwasser und Nahrung liefern. Zugleich haben sie die Funktion als Erholungsräume und bieten viele Arbeitsplätze zum Beispiel in der Fischindustrie oder im Tourismus.

Wie Forschung zu der Tragfähigkeit der Erdsysteme und den planetaren Leitplanken deutlich macht, ist es von großer Bedeutung, die Ökosysteme nicht zu überlasten und die erwähnten Leistungen funktionsfähig zu halten. Daher sind Beeinträchtigungen der Gewässer zu vermindern und möglichst ganz zu vermeiden. Durch die Auswaschung von Stickstoff und Phosphaten aus landwirtschaftlichen Flächen werden Gewässer und gewässernahe Lebensräume mit Nährstoffen angereichert. Das stört die natürlichen Artengemeinschaften von Pflanzen und Tieren. Weitere Belastungen entstehen durch den Eintrag von Plastik in die Gewässer, das Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte in den Gewässern verbleibt und sich in großen Müllstrudeln in den Ozeanen sammelt. Der Eintrag von Mikroschadstoffen, beispielsweise aus Medikamenten oder aus der Textilindustrie, sollte über verbesserte Produktionsverfahren und Produktgestaltungen ebenfalls vermindert werden, denn sie über zusätzliche Reinigungsstufen dem Abwasser zu entziehen, ist sehr aufwendig.

Flüsse, Bäche, Seen und Meere gilt es zu schützen, damit zukünftig für alle Menschen ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, die Ernährung für die stark wachsende Weltbevölkerung gesichert werden kann und die Gewässer einer reichen Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bieten.

 
ARD-alpha München DBU Fraunhofer Landeshauptstadt München Bayerische Staatsregierung