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Rückblick und Bilder 2015

  • Alte Kongresshalle © S+P Media AG

  • Eröffnungsabend mit Dr. Christoph Kucklick und Prof. Dr-Ing. h. c. Volkwin Marg (v. l.) © Frank Holl

  • Marktstand: Morgenstadt – Lösungen für das urbane Leben der Zukunft © Maren Köhler

  • Kinder-Kunst-Labor © Maren Köhler

  • Vortrag Toni Karge: Neue urbane Landwirtschaft © Frank Holl

  • Themenabend: Wie ökologisch und sozial können die Städte der Zukunft sein? Das Beispiel München; Vortrag Prof. Regine Keller © Frank Holl

  • Marktstand: Bewegte Konstruktionen © Maren Köhler

  • © Frank Holl

  • Schulklassenführung über die Marktstände © Frank Holl

  • Themenabend: Im Auftrag der Zukunft – Ausgezeichnete Wissenschaft: Fraunhofer-gesellschaft präsentiert „Die Stadt von morgen – die Morgenstadt“ mit Tobias Ranzinger und Dr.-Ing. Stefan Hengesbach (v. l.) © Frank Holl

  • Science Slam © Antonio Orlando

  • Kinder-Kunst-Labor © Maren Köhler

  • Alte Kongresshalle © Frank Holl

  • Eröffnungsabend mit Zauberer Thomas Fraps und Proband © Frank Holl

  • Marktstände der Wissenschaft © S+P Media AG

  • Vortrag von Prof. Kerstin Wessig: Smart Home: Lösungen für ein selbstbestimmtes Leben – auch im Alter © Frank Holl

  • Marktstand: Urban Forestry für die Städte der Zukunft © Frank Holl

  • Schülerfragen © Frank Holl

  • Schulklassenführung über die Marktstände © S+P Media AG

  • Marktstand: Smart Energy for Smart Cities © Frank Holl

  • Themenabend: Megastädte in der weniger entwickelten Ländern – Stadtbewohner helfen sich selbst mit Prof. Dr. Frauke Kraas, Prof. Christian Werthmann, Dr. Patrick Illinger, Prof. Dr. Peter Gotsch (v. l.) und Dr. Nathalie Jean-Baptiste (im Hintergrund) © Frank Holl

  • Kinder-Kunst-Labor © Maren Köhler

  • Marktstand: München – Smarte Stadt im Gleichgewicht © Frank Holl

  • Vortrag von Prof. Josef Reichholf: Lebensvielfalt in den Städten. Gründe städtischer Biodiversität und Folgerungen für die Stadtentwicklung © Frank Holl

  • Alte Kongresshalle © S+P Media AG

  • Marktstand: Future City © S+P Media AG

  • Workshop: Yes we change – wie junge Gründer die Städte der Zukunft gestalten © Social Entrepreneurship Akademie

  • Eröffnungsabend mit Dr. Frank Holl und Steffi Bucher © S+P Media AG

  • Kinder-Kunst-Labor © Maren Köhler

  • Themenabend: Wie ökologisch und sozial können die Städte der Zukunft sein? Das Beispiel München mit Prof. Alexander Hagner, Prof. Elisabeth Merk, Laura Weißmüller, Prof. Mark Michaeli und Prof. Regine Keller (v. l.) © Frank Holl

  • Marktstand: Im Smart Home sorglos und sicher wohnen © S+P Media AG

  • Vortrag von Nicola Borgmann: Extreme Naturereignisse, Risiken und Katastrophenschutz: Resilienz für Stadt und Architektur © Frank Holl

Eine Urbanisierungswelle überrollt die Erde. Was sind die Ursachen? Was sind die Konsequenzen für Mensch und Umwelt? Diese Fragen bewegten auf den 15. Münchner Wissenschaftstagen mehr als 30.000 Besucher. Aus den verschiedensten Blickwinkeln reflektieren sie gemeinsam mit 350 renommierten Experten Fragen zur sozialen und ökologischen Stadtentwicklung. Das Programm sprach vor allem diejenigen an, die einen großen Teil ihrer Zukunft noch vor sich haben: Kinder, Jugendliche und Studierende. Mehr als 100 Schulklassen mit ihren Lehrkräften waren wieder unter den Besuchern. Alle angebotenen Veranstaltungsformate wurden hervorragend besucht: Vorträge, Themenabende, Marktstände der Wissenschaft, Workshops, das Kinderprogramm und die vielen dezentralen Angebote. Wie immer waren alle Veranstaltungsangebote kostenfrei zugänglich.

Vom 14. bis. 17. November konnten sich Laien und Experten aller Generationen in 28 Vorträgen, an vier Themenabenden, 23 Marktständen, zwei Ausstellungen, bei einem umfangreichen Mitmachprogramm, bei etwa 14 Führungen, in Schüler-Workshops und einem speziellen Kinderprogramm informieren, orientieren und mitdiskutieren.

Ziel der Referenten in der Alten Kongresshalle war es, die teilweise komplexen Vortragsthemen so verständlich zu präsentieren, dass auch jugendliche Besucher sie problemlos verstehen konnten. Im 500 Zuhörer fassenden Auditorium der Alten Kongresshalle erläuterten sie Münchens jüngste Architekturgeschichte, neue Energie- und Gebäudekonzepte für die Städte der Zukunft und Konzepte für Smart Cities. Sie befassten sich mit globaler Urbanisierung, Kriminalität in Großstädten, Public und Social Design, aber auch mit Stress und Burnout in den Großstädten. Sie reflektierten Verkehrskonzepte für die Städte der Zukunft, städtische Biodiversität, Urban Forestry, neue urbane Landwirtschaft, Migration und die Kosmopolitisierung der Stadtgesellschaften. Unter den Referenten waren renommierte Architekten wie Prof. Werner Sobek oder der Energieeffizienzexperte Prof. Gerhard Hausladen.

Vielseitig waren auch die vier Themenabende in der Alten Kongresshalle. Am Samstag, 14. November präsentierte der Städteplaner Prof. Volkwin Marg, der mit Meinhard von Gerkan das Hamburger Architekturbüro gmp leitet, eigene Planungen und Projekte. Dabei stellte er vor allem die Projekte Hafencity Hamburg, Valencia del Mar und Lingang New City in China vor. Am Sonntagabend, 15. November, erörterten die Landschaftsarchitektin Prof. Regine Keller und der Städteplaner Prof. Mark Michaeli – beide TU München – zusammen mit dem Wiener Architekten Alexander Hagner und der Münchner Stadtbaurätin Prof. Elisabeth Merk die Frage „Wie ökologisch und sozial können die Städte der Zukunft sein?“. Im Fokus stand dabei die Landeshauptstadt München. Moderiert wurde der Abend von Laura Weißmüller, Architektur-Redakteurin der Süddeutschen Zeitung. Unter dem Motto „Die Stadt von morgen – die Morgenstadt“ stellten Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft am 16. November Highlight-Projekte aus den Forschungsfeldern Energie, Gebäude, Mobilität und Verkehr vor. An Nachwuchsforscher wurde an diesem Abend der Hugo-Geiger-Preis verliehen. Am Dienstag, 17. November standen Megastädte in den weniger entwickelten Ländern im Mittelpunkt des Themenabends: Die Geografen und Städteplaner Prof. Frauke Kraas (Köln), Prof. Peter Gotsch (Darmstadt) und Prof. Christian Werthmann (Hannover) erläuterten anhand ihrer Forschungen in Asien und Lateinamerika, welche Initiativen Stadtbewohner entfalten, um sich ein würdiges Leben und Überleben zu sichern. Aus Cancun in Mexiko war per Videokonferenz die gebürtige Haitianerin Dr. Nathalie Jean-Baptiste zugeschaltet. Ihr Forschungsgebiet sind die Einflüsse von Umweltschäden auf die Stadtentwicklung. Moderiert wurde der Abend von Dr. Patrick Illinger, dem Leiter der Wissenschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung.

Auf 25 Marktständen der Wissenschaft präsentierten Expertinnen und Experten den Besuchern wieder eine Vielfalt von Themen und Experimenten, an denen jeder aktiv teilhaben kann. Dabei ging es unter anderem um urbane Mobilität, Transformation und Verdichtung von bestehenden Stadtstrukturen, um Bürgerbeteiligung in der „Smart City München“, um Fahrsimulationen, Vermeidung von Stress und Isolation, Smart Home-Lösungen, Strategien für den Klimaschutz, um Stadtflora und -fauna sowie um Urban Forestry.

Am Wochenende konnten Kinder ab acht Jahren im Kinder-Kunst-Labor in der Alten Kongresshalle in offenen Workshops und Mitmachstationen Erfahrungen sammeln. Dabei stand das Nachdenken über die Stadt als gemeinsame Gestaltungsaufgabe im Mittelpunkt. Im Team entstanden z. B. Stadtwohnungen aus Pappe, Klangcollagen für die Ohren, Duftorgeln mit Stadtluft, Stadtpläne auf Folien, Skylines aus Papier, Litfaßsäulen mit Plakaten, Informationssysteme auf Bildschirmen, Stadtportraits in Bildern, Ansichtskarten von Stadt-Utopien, Wegenetzwerke aus Schnüren und vieles andere. Die Forschungsergebnisse der Kinder wurden protokolliert, schriftlich, als Bild oder Tonaufnahme gestaltet oder gleich im Modell gebaut und öffentlich ausgestellt.

Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums boten Veranstaltungen für jedermann und Workshops speziell für Kinder die Möglichkeit, das Energiespardorf Bayern kennenzulernen, ein Stadtmodell der Zukunft zu bauen und mit dem Puppentheater „Von Stadtmäusen und Feldmäusen“ zu überlegen, wie ein Lebensraum aussehen könnte, in dem sich jede Maus wohlfühlt.

In mehr als einem Dutzend verschiedener Workshops in der Alten Kongresshalle ging es unter anderem um Future City – Stadtplanung mit Minecraft, um die autofreie Innenstadt, um Barrierefreiheit, künftige Bürgerbeteiligung, Gebäudebegrünung und Verbesserung des Wohnumfelds. Viele Workshops wandten sich an Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Jahrgangsstufen. Der Workshop „Yes we change“ zog über 80 Gründer und Interessierte an, die mit neuen Lösungen für die sozialen und ökologischen Probleme die Städte der Zukunft mitgestalten möchten.

Auch das Angebot der Schulklassenführungen über die Marktstände fand wieder große Resonanz. Die Führungen wurden von Klassen und Kursen der 7. bis 12. Jahrgangsstufe aus Realschulen, Gymnasien, Berufsoberschulen sowie von einem Volkshochschulkurs angefragt. Das Interesse an diesem Angebot war dieses Jahr größer als je zuvor.

In mehr als 20 Angeboten, wie z. B. Ausstellungen, Vorträgen und Führungen, wurden dezentral im Großraum München Themen wie die Stationen der Stadtentwicklung Münchens und neue lebendige Nachbarschaften im Stadtviertel am Ackermannbogen präsentiert. Viele Besucher nutzten auch die Chance zu einer waldgeschichtlichen Radltour durch den Forstenrieder Park und einer Führung ins Praterkraftwerk. Der Science Slam „Zukunftsstadt“ im Wirtshaus am Bavariapark wurde geradezu überrannt. Bei 350 Besuchern konnten aus Sicherheitsgründen keine weiteren Interessenten mehr eingelassen werden.

Auch in diesem Jahr setzten Wissenschaftler aller Forschungseinrichtungen im Großraum München sowie zahlreiche Experten aus dem Bundesgebiet und dem Ausland mit großem persönlichem Engagement unser Motto „Wissen für alle“ um. Die Rückmeldungen von Besuchern und Mitwirkenden waren ausgesprochen positiv. Dabei wurden besonders die vielen konstruktiven Gespräche zwischen Experten und Besuchern hervorgehoben. Unzählige interessierte Schülerinnen und Schülern suchten vor allem an den beiden Werktagen von morgens bis abends das Gespräch. Fast alle im Rahmen des Programms angebotenen Veranstaltungen waren ausgezeichnet besucht. Nahezu alle Angebote mit begrenzter Kapazität, die deshalb nur mit Anmeldung besucht werden konnten, waren bereits im Vorfeld ausgebucht. Die Münchner Wissenschaftstage waren auch in diesem Jahr die bestbesuchte wissenschaftliche Veranstaltung im Großraum München.

Unser Medienpartner, der TV-Bildungssender ARD-alpha, hat nahezu alle Vorträge aufgezeichnet. Sie werden ab dem Frühjahr 2016 ausgestrahlt und sind danach mehrere Jahre in der Mediathek des BR zu sehen. Um auf die 15. Münchner Wissenschaftstage hinzuweisen, produzierte ARD-alpha die Sendung „Raus aus dem Elfenbeinturm – Wie die Wissenschaft zum Bürger kommt“ und zeigte sie in der Woche vor der Veranstaltung.

Die 15. Münchner Wissenschaftstage wurden gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, von der Landeshauptstadt München sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Auch die Stiftung Nagelschneider für die Erforschung Nachhaltiger Energien, die Hans Sauer Stiftung, die Fraunhofer Gesellschaft und Knorr-Bremse AG haben mit einer finanziellen Förderung zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

 
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