Grußworte der Schirmherren

Bundesministerin Prof. Dr. Anette Schavan
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Vor dem Hintergrund des Erdgipfels "Rio+20" haben wir uns entschieden, das Wissenschaftsjahr 2012 "Zukunftsprojekt Erde" dem Thema Nachhaltigkeit zu widmen. Damit verbinden wir ein konkretes Ziel: Wir wollen mehr erreichen, als nur über Nachhaltigkeit zu reden! Wir wollen Aktivitäten und Initiativen anstoßen, die konkret etwas verändern – und zwar mit aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und mit Unterstützung der Wissenschaft. Ein Beispiel: Gemeinsam mit Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern und der Wissenschaft haben wir den Wettbewerb ZukunftsWerkStadt gestartet, um unsere Städte nachhaltig weiterzuentwickeln.

Das Wissenschaftsjahr stellt drei entscheidende Fragen: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und wie können wir unsere Umwelt bewahren, um diese Lebensgrundlagen zu schützen? ln Zeiten von Klimawandel, Bevölkerungswachstum und unwiederbringlichem Verlust an biologischer Vielfalt brauchen wir auf diese Fragen zeitgemäße Antworten.

Wissenschaft und Forschung kommen dabei eine Schlüsselrolle zu: Sie müssen helfen, nachhaltige Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu finden. Wissenschaftlich fundierte Analysen und Innovationen sind die Grundlage, um das Prinzip der Nachhaltigkeit umsetzen zu können – im globalen und nationalen Maßstab, vor Ort in Städten und Kommunen, in Politik und Wirtschaft. Dabei geht es nicht zuletzt um eine qualifizierte Wissensbasis als Grundlage für die Wahrnehmung politischer Verantwortung.

Unter dem Motto "Nachhaltigkeit – Basis unserer Zukunft" leisten die Münchner Wissenschaftstage 2012 einen wichtigen Beitrag zu den Zielen des Wissenschaftsjahres. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unterstützer suchen den Dialog. Sie machen ihre Forschung und Ergebnisse für die Bürgerinnen und Bürger konkret erlebbar. Und vielleicht regt die Veranstaltung den einen oder anderen jungen Teilnehmer dazu an, als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler nach den Lösungen für die Herausforderung unserer Zeit zu forschen.

Den Besucherinnen und Besuchern der Münchner Wissenschaftstage 2012 wünsche ich erlebnisreiche Tage, spannende Gespräche und den ein oder anderen neuen Anstoß zum Weiterdenken und -handeln. 

 

Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Die diesjährigen Münchner Wissenschaftstage beleuchten eine der zentralen Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Denn unsere Zukunft gründet darauf, dass wir nachhaltig handeln. Am deutlichsten zeigt sich dies aktuell wohl am Beispiel der Energiewende, die den Aufbruch in ein neues Energiezeitalter markiert. Zahlreiche Überlegungen zur Nachhaltigkeit im Hinblick auf eine ökologische, wirtschaftliche und sichere Energieversorgung sind in das Bayerische Energiekonzept „Energie Innovativ" und die Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie eingeflossen.

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, brauchen wir die Wissenschaft. Zum einen ist sie der Nährboden für innovative und zukunftweisende Ideen, ohne die wir die künftigen Herausforderungen nicht meistern werden. Zum anderen beschäftigen sich viele Fächer auch inhaltlich mit der Nachhaltigkeit. Die Themen reichen von Energie und Klima, über Gesundheit und Ernährung sowie Mobilität und Kommunikation bis hin zu Fragen der Sicherheit und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Die Münchner Wissenschaftstage geben Ihnen als Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Einblicke zu gewinnen. Gleichzeitig stellen sich die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Diskussion und erfahren, was Sie bewegt. Dieser Austausch liegt mir als Wissenschaftsminister sehr am Herzen. Ich freue mich daher, dass das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Veranstaltung nun schon zum zwölften Mal fördern kann.

Dass diese Mittel hier gut angelegt sind, zeigt sich auch daran, dass die Münchner Wissenschaftstage in diesem Jahr Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen" sind. Meine Glückwünsche zu dieser Auszeichnung verbinde ich mit meinem Dank an die Organisatoren und alle Mitwirkenden, die sich wieder mit viel Engagement und Leidenschaft daran gemacht haben, der Öffentlichkeit ein wichtiges Thema unserer Zeit zu präsentieren.

Nachhaltigkeit ist eine Aufgabe, die uns alle angeht – gestern, heute und morgen. Jeder Einzelne ist gefragt. In diesem Sinne wünsche ich den Besucherinnen und Besuchern der Münchner Wissenschaftstage 2012 eine anregende Zeit und nachhaltige Erkenntnisse.

 

Oberbürgermeister Christian Ude
Landeshauptstadt München

Ernst Ulrich von Weizsäcker hat es auf den Punkt gebracht: „Hätte die ganze Menschheit westliche Lebensgewohnheiten, bräuchten wir fünf Erdbälle“. Mit anderen Worten: Entweder wir lernen, unser Wissen und unser Handeln dieser Begrenzung anzupassen und nachhaltig mit der einen Erde umzugehen, „oder die Umwelt schlägt zurück und lässt das Menschengeschlecht zugrunde gehen.“ Gerade die Städte sind hierbei aufgerufen, konsequent etwa gegen die Erderwärmung vorzugehen, schließlich sind sie die Hauptverursacher und Hauptbetroffenen von Treibhausgas-Emissionen. In München haben wir diese Herausforderung angenommen. Bis 2030 wollen wir den CO2-Ausstoß pro Kopf gegenüber 1990 halbieren.

Und bereits 2025 soll Münchens gesamter Strombedarf aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Dazu setzen wir auf weitreichende Maßnahmen in allen wichtigen Bereichen, von der Stadtplanung über die Mobilität bis zur Bodennutzung, vom Naturhaushalt über die Gesundheit bis hin zum modernen Energiemanagement. Nachhaltigkeit, wie wir sie verstehen, geht aber noch ein gutes Stück weiter und bezieht auch die Sozialpolitik mit ein. Jugendarbeit, Ausbildung, Qualifizierung, Sozialarbeit, Integrationshilfen für Migrantinnen und Migranten, Freizeitangebote für alle und nicht zuletzt eine kommunale Wohnungspolitik, die keine Ghettos für Arme und privilegierte Viertel für Betuchte zulässt: Auch in diesen Bereichen sichern wir unsere Zukunft.

„Nachhaltigkeit – Basis unserer Zukunft“ ist auch das Motto der 12. Münchner Wissenschaftstage, bei denen wieder mehr als 300 Experten zu den brennendsten Fragen unserer Zeit Stellung nehmen und Lösungsansätze aufzeigen. Und das alles wie immer allgemeinverständlich und kostenfrei. Zum ersten Mal wird die renommierte Veranstaltung mit Vorträgen und Diskussionen, Tagen der offenen Tür, eigenem Kinderprogramm und natürlich den Marktständen der Wissenschaft in der Alten Kongresshalle und im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe stattfinden – übrigens auch ein Ort der Nachhaltigkeit, schließlich ist mit dieser von der Stadt mitfinanzierten Einrichtung neues Leben in die ehemaligen denkmalgeschützten Messehallen eingezogen.

Sehr gerne habe ich daher auch heuer wieder die Schirmherrschaft für die Münchner Wissenschaftstage übernommen, danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement und wünsche der Veranstaltung einen vollen Erfolg.

   
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