Rückblick 2009

Reiter, Hildebrand, Johansen

Zum Mond und bis ans Ende der Welt: Reisen
ins Ungewisse - das Abenteuer Raumfahrt;
Florian Hildebrand (Mitte) im Gespräch mit
Thomas Reiter (links) und Anatol Johansen

 

Einblick in die Welt der amtlichen
Lebensmittelüberwachung, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

 

Innovationen - Quantensprung und
Paradigmenwechsel in der Kunst, Pinakothek der Moderne

 

Einsteigen und in die Zukunft blicken,   Fraunhofer Wissenschaftstruck

 

Der Klimawandel: Herausforderung für die Zukunft; Patrick Illinger (Mitte) im Gespräch mit Stefan Rahmstorf und Claudia Kemfert

Wissenschaftler und Techniker präsentierten vom 18. bis 21. Juli 2009 in Workshops, Vorträgen, bei Führungen und Tagen der offenen Tür „Ideen für die Zukunft". Mehr als 100 Veranstaltungen an über 50 Orten im Großraum München in den Hochschulen, verschiedenen Forschungsinstituten und forschenden Unternehmen zeigten den Besuchern die neuesten Forschungsergebnisse und stellten Perspektiven für die Zukunft vor.

Auch die Wissenschaftler der außerhalb des Stadtzentrums gelegenen Institutionen, wie z. B. aus den Tierkliniken in Oberschleißheim und der Universität der Bundeswehr in Neubiberg, waren erfreut über den großen Andrang. Highlights waren unter anderem die Präsentation des neuesten Höhenforschungsflugzeugs HALO im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen, der Vortrag zum Thema „Die Vogelwelt im Klimawandel" im Tierpark Hellabrunn und die Vortragsreihe „Innovation in Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft" in der Psychologischen Fakultät der LMU München. Zu den Glanzlichtern des Programms zählten die beiden Abende im Alten Rathaussaal: Am Eröffnungsabend referierten und diskutierten die Klima-Experten Claudia Kemfert und Stefan Rahmstorf und zeigten Wege aus der Klimakrise. Aus Anlass des vierzigsten Jahrestages der Mondlandung war der Abschlussabend dem Thema „Reisen ins Ungewisse - das Abenteuer Raumfahrt" gewidmet. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter, der Astrophysiker Harald Lesch und hochrangige Experten der unbemannten Raumfahrt präsen-tierten einem voll besetzten Auditorium nicht nur die neuesten Entwicklungen in der Raumfahrt sondern auch viele Anekdoten aus der Raumfahrtgeschichte.

Auch die Workshops, die sich speziell an Schülerinnen und Schüler der 4. bis 13. Jahrgangsstufe richteten, fanden regen Zuspruch. Die Angebote wurden von Grund- über Haupt- und Realschülern bis hin zu Gymnasiasten angenommen. Dabei waren sowohl die Veranstaltungen für Kurse und Klassen gut besucht als auch die für einzelne Schüler.

Die 9- bis 14-Jährigen haben im Kinder-Kunst-Labor auf dem Kinder-Kultur-Sommer mit Begeis-terung geforscht, gefragt und erfunden.

Anliegen der Münchner Wissenschaftstage ist es, über elementare wissenschaftliche Themen umfassend zu informieren und die Urteilsfähigkeit der Bevölkerung zu schärfen. Trotz gekürztem Budget und ohne zentralem Veranstaltungsort wie der LMU München - dort wurde dieses Jahr aus Brandschutzgründen umgebaut - haben die Münchner Wissenschaftstage ihr Ziel erreicht, ein großes, und vor allem junges Publikum anzusprechen. Das dezentrale Konzept, für das aufgrund der begrenzten Kapazitäten für viele Veranstaltungen Anmeldungen notwendig waren, stellte unsere Besucher vor neue Herausforderungen. Trotzdem waren nahezu alle Veranstaltungen außerordentlich gut besucht. Begeistert waren die Besucher vor allem darüber, dass sie die Wissenschaftler direkt in ihren Laboren besuchen und so noch unmittelbarer an der Forschung teilhaben konnten.

Im Namen aller Beteiligten bedanken wir uns bei den beiden größten Förderern der Münchner Wissenschaftstage: dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der Landeshauptstadt München. Des Weiteren danken wir dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen, dem Bayerischen Staats-ministerium für Umwelt und Gesundheit sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Ein ganz besonderer Dank gilt den vielen hundert beteiligten Wissenschaftlern und Experten und allen weiteren, die sich für dieses Projekt engagiert haben: allen, die mit Begeisterung ihre Kenntnisse vermitteln und so auch dazu beitragen, dass neue Ideen für die Zukunft geboren werden. Sie alle machen dieses Projekt erst möglich und helfen mit, dass es auch weiter Bestand hat.

 
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